LOGIN  |  APP
APP
LOGIN

Vereine

Musikverein "Harmonie" Obersiebenbrunn




Obfrau: Victoria Mitlöhner
Kapellmeister: Ronald Unzeitig
Jugendreferentin: Cornelia Frohner
Gründungsjahr: 1922
Mitglieder: 47

Homepage: mv-obersiebenbrunn.at

Chronik:
20er Jahre
Gründung und Erfolge

Die Vorgeschichte unseres Musikvereins begann etwa 1919. Damals gab es in Obersiebenbrunn keine ortsansässige Musikkapelle. Wohl aber gab es Reste einer Ortsfeuerwehrmusik, die vor dem Krieg bestanden hatte, bei der unter anderem Martin Brenner, Adam Zehetbauer, Ferdinand Neugebauer, Peter Lowatschek, Wimmer, Johann Schöner Johann Höld, Oberlehrer Weiß, Josef Nahler, Josef Ricker und Franz Frohner mitgewirkt hatten.
Zwei dieser Musiker gelang sogar der Aufstieg zu k.u.k. Regimentsmusiken. Dies waren Herr Zehetbauer, der bei der Musik des Infanterieregiments Nr. 101 als Bassflügelhornist und Herr Brenner, der unter dem letzten Kapellmeister der Hoch- und Deutschmeister, Wacek, diente.

Im Jahr 1921 kehrte Gottlieb Ostadal, der im Infanterieregiment Nr. 48 der Militärmusik zuletzt als Musikfeldwebel gedient hatte, nach 10 Jahren in die Heimat zurück. Er begann die musikbegeisterten jungen Burschen zu vereinen, beschaffte Instrumente und erteilte Musikunterricht. Schon im Winter 1922 konnten einige dieser Burschen beim Faschingsumzug mitwirken- die Bevölkerung war begeistert!

Jetzt war der Weg zur konstituierenden Versammlung geebnet. Das Protokoll der Sitzung vom 7. Mai 1922 lautet:

"Die derzeit ausübenden Musiker haben sich in der gründenden Versammlung dahin geeinigt, sich zu einem Musikverein zusammenzuschließen, der den Namen ,Harmonie' führt."

Folgende Funktionäre wurden gewählt:

Obmann: Oberlehrer Ferdinand Braunstein
Obmann Stv.: Gottlieb Ostadal
Schriftführer: Josef Nahler

Das Gründungsfest wurde am 25. Juni 1922 abgehalten. Es wurde damals viel musiziert, nicht nur in den Proben. Unzählige Tanzveranstaltungen und Konzerte in Obersiebenbrunn und Umgebung wurden bestritten.
Musikverein "Harmonie" 1924

1. Reihe: Briebauer E., Koller G., Petrasch
2. Reihe: Halbritter J., Lehner H., Tichy G., Vlahovsky L., Ostadal G. (Kapellmeister), Ohnutek U., Vlahovsky J., Kalenda A., Selbach K.
3. Reihe: Hofer W., Zajicek P., Orth J., Radl A., Nahler J., Stavinoha A., Altmann R., Olbort L., Ostadal W., Stavinoha J.
4. Reihe: Varecha L., Gustavik J., Dattlinger W., Valasek L.
5. Reihe: Zajicek F., Pohancenik J., Hurban F., Schmid K.
Musikfeste

Einer der vielen Höhepunkte in der Geschichte unseres Musikvereines war die Abhaltung des 1. NÖ Landesmusikfestes in Obersiebenbrunn am 8. Juni 1924. Unser Musikverein erreichte mit der Ouvertüre „Nabuccodonosor“ von G. Verdi den ersten Platz, verzichtete aber als Veranstalter zugunsten des Ersten Gänserndorfer Musikvereins darauf.

Aus dem Protokoll:

„Das Fest verlief so günstig, dass noch lange Zeit ein überwältigender Eindruck in der Bevölkerung zurückblieb.“

Am 13. Juni 1926 fand das 2. Landesmusikfest, verbunden mit dem 15-jährigen Gründungsfest des 1. Gänserndorfer Musikverins statt. Der Musikverein „Harmonie“ erreichte mit den Ouvertüren „Martha“ von Friedrich von Flotow und „Frau Luna“ von Paul Lincke den ersten Preis und erhielt ein Trinkhorn.
Beim 3. Landesmusikfest am 3. Juli 1927 in Bernhardsthal konnte mit dem Wertungsstück „Wenn ich ein König wär“ wiederum der erste Preis errungen werden.
Die Teilnahme am 4. Landesmusikfest am 29. Juni 1928 in Laa an der Thaya war trotz der schlechten Zugverbindung eine Selbstverständlichkeit für unsere Kapelle. Mit "Orpheus aus der Unterwelt" von J. Offenbach wurde abermals der erste Preis erreicht.
Da in den letzten Jahren der Musikverein Harmonie jedes Preisspiel gewonnen hatte, entschloss sich die Vereinsleitung, am 5. NÖ Landesmusikfest in Mödling am 29. Juni 1929 außer Konkurrenz teilzunehmen. Der Vortrag des Walzers "Hereinspaziert" von K.M. Ziehrer und des Marsches "Abschied der Gladiatoren" von H.L. Blankenberg wurde mit einem Waldhorn als Ehrenpreis belohnt.
zurück nach oben!
30er Jahre
Jubiläum und Anschluss

Die 30er Jahre beginnen für den Musikverein in beschaulicher Ruhe. Außer den üblichen Auftritten zu verschiedenen Anlässen gab es 1930 keine Besonderheiten zu verzeichnen.
Erwähnenswert ist jedoch die erstmalige Durchführung des Turmblasens am Heiligen Abend- ein Brauch, der bis heute gepflegt wird.

Die Zehnjahrfeier unseres Musikvereines wurde in Verbindung mit dem 2. Marchfelder Bezirksmusiktreffen am 3. Juni 1932 in Obersiebenbrunn abgehalten.
Der jubilierende Verein bildete in original Deutschmeister- Uniformen den Abschluss des Festzuges.

Ein Ehrentag für unseren Kapellmeister Gottlieb Ostadal war der 21. Mai 1934, an dem ihm die Goldene Medaille für die Förderung der Volksmusik überreicht wurde.

Das letzte Bezirksmusikfest vor dem Krieg fand am 25. Juli 1937 statt und wurde mit dem 15- jährigen Bestand unseres Vereins verbunden.

Burian B., Plappert A., Radl A., Zehetbauer A., Halbritter J., unbekannt, Ostadal G., Dattlinger W., Frl. H. Zehetbauer, verehl. Meyer, Olbort L., Pokorny A., Stavinoha A., Vondal J., Ohnutek U., Stavinoha J., Gustavik J., Nahler A., Orth J., Ostadal W.

1938 hat sich der Verein bei sämtlichen Anlässen zur Verfügung gestellt und es ist gelungen, die Selbstständigkeit im Rahmen der Reichsmusikkammer zu wahren.
Die letzte große Veranstaltung 1939 war die Mitwirkung bei der Rundfunkaufnahme des Reichssenders Wien: "Ein Tag in der Kornkammer der Ostmark", die zum größten Teil in Obersiebenbrunn durchgeführt wurde.
Leider sind die Schallplatten zu Kriegsende verloren gegangen.
zurück nach oben!
40er Jahre
Kriegswirren

Von nun an fehlen die Protokollaufzeichnungen. Diese sind, wie viele andere wertvolle Erinnerungsstücke, fast das gesamte Notenmaterial und Instrumente, in den Wirrnissen des Krieges verloren gegangen.

Am 13. März 1938 wird Österreich an Deutschland angeschlossen. Die NSDAP veranstaltet spät nachts einen Fackelzug, der von der Musik begleitet wird.
Nach der großen Maifeier 1939 verstummen jedoch allmählich die Instrumente. Nach und nach werden Musiker eingezogen und müssen in den Krieg, von dem einige nicht mehr zurückkehren.

Diese musikalische Untätigkeit passt jedoch Herrn Zehetbauer nicht. Er schart an die 20 jungen Buben um sich und lehrt sie binnen kurzer Zeit ein Instrument zu spielen.
Im März 1942, zum Tag der deutschen Wehrmacht, bestreiten diese Buben ihr erstes Platzkonzert vor dem Schloss.
Doch mit näherrückender Front wird es still in Obersiebenbrunn, zumindest was das Musizieren betrifft.

Kontakt:
Obfrau Victoria Mitlöhner
2283 Obersiebenbrunn, Bahnstraße 1
Tel. 0650 / 7203414
mitloehnervictoria@gmail.com
zurück